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polisphere - think tank for political consulting

Wir warten....

Liebe Leser,

Demokratie braucht Kompromisse und Kompromisse müssen eben erst einmal ausgehandelt werden. Dass das dauern kann, sieht man bei den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD. Die Verhandler machen jetzt allerdings erst einmal eine Pause, damit sich der SPD-Parteivorstand seinen Mitgliedern stellen kann. Ob man sich mit dieser Zwischenstandsberatung einen Gefallen tut, wird man am Ende des Prozesses sehen... Sehr wahrscheinlich ist schon jetzt, dass die eben auf dem Parteitag bestätigte Generalsekretärin auf einen Ministerposten umzieht, möglich ist aber auch – in einem worst case-Szenario –, dass der alte/neue Parteivorsitzende mit dem Koalitionsvertrag bei seinen Mitgliedern durchfällt und dann... Im nächsten Schritt wird der Vorwärtsverlag allen SPD-Mitgliedern das Vertragswerk frei Haus zustellen. Diese können dann binnen einer Woche den Daumen heben – oder auch nicht. Das Mitgliedervotum wird gültig und verbindlich, wenn sich mindestens 20 Prozent aller SPD-Mitglieder daran beteiligen.

Auch die Grünen setzten auf Bürgerbeteiligung und geben allen europäischen Wahlberechtigten über 16 Jahren die Gelegenheit, über die beiden Spitzenkandidaten für die Europawahl im Mai 2014 abzustimmen. Schön wäre es, wenn die anderen Fraktionen wenigstens dem Beispiel des „europäischen Spitzenkandidaten“ folgten. Vielleicht würde sich dann auch die Presse die Mühe machen, über EU-Politiker und -Themen zu berichten.

Ihre

Dr. Sandra Busch-Janser
Geschäftsführende Vorsitzende polisphere e.V.


Streitet euch mal!

Vielerorts wird die deutsche Debattenkultur als mau und einfallslos bezeichnet. Manch ein Deutscher schaut neidisch auf die Presse im englischsprachigen Raum, wo Debatten in Zeitungen, Zeitschriften und im Netz fester Bestandteil im journalistischen Repertoire sind. Das tat auch Gregor Landwehr, studierter Rhetoriker und ehemaliges Vorstandsmitglied von Streitkultur, Deutschlands ältestem Debattierclub – und gründete dann das Magazin Debatare.

Debatare ist ein Debattenmagazin, das online, aber auch gedruckt erscheint, seit neuestem auch mobil als App. Mehrere Formate im Debattenstil sind in den letzten Jahren auf den deutschen Markt gekommen, dennoch ist Debatare etwas besonderes: „Ein Team junger Journalisten trifft sich, recherchiert und produziert direkt vor Ort ein Magazin. Heraus kommt so innerhalb kurzer Zeit eine neue Ausgabe von Debatare die verteilt wird. Mit Kommentaren, Interviews, Berichten und Porträts.

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Jetzt mitwählen bei den „Green Primaries“!

Bei den letzten Europawahlen 2009 lag die Wahlbeteiligung bei mageren 43,1 Prozent – der niedrigste Wert seit den ersten EU-Parlamentsdirektwahlen 1979. Demnach interessiert sich in den Nationalstaaten kaum jemand für die politischen Entscheidungen auf europäischer Ebene. Um das zu ändern, geben die Europäischen Grünen den Bürgern Europas, nun die Chance in einer online Vorwahl die beiden Spitzenkandidaten für die Wahl zu bestimmen. Die Einbindung von potentiellen Wählern soll den „gefühlten Abstand zwischen dem Bürger und den Europapolitikern verringern.“ Abstimmen kann, wer mindestens 16 Jahre alt ist.

Zur Wahl stehen: José Bové aus Frankreich, Monica Frassoni aus Italien, Rebecca Harms und Ska Keller – beide aus Deutschland, allerdings kandidiert Keller bewusst für die paneuropäische Jugendorganisation der Grünen Federation of Young European Greens.

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Digitales Geleit der #koalitionsverhandlungen

Die Koalitionsverhandlungen zur Regierungsbildung sind in vollem Gange. Diese Woche treffen sich CDU/CSU und SPD zum vierten Mal in „großer Runde“. Begleitet werden die Verhandlungen von einem breiten Angebot an digitaler Aufbereitung. Das Angebotsspektrum reicht von einfachen Twitter Walls, über grafisch anschaulich aufbereitete interaktive Meinungsblogs, bis hin zu persönlichen Eindrücken der teilnehmenden Politiker.

So sortiert die Themen-Twitter-Wall „GroKo“ der Seite wahl.de – ins Leben gerufen von der Medienagentur Compuccino – die Kommentare politischer Entscheidungsträger, die unter dem Hashtag auf Twitter gepostet werden. Man erkennt die Parteizugehörigkeit jedes Politikers an dem Punkt in der Farbe der Partei. Somit kann der Betrachter ein klares, übersichtliches Bild bekommen, wie die Politiker und deren Landesgruppen sich zum Thema Koalitionsverhandlungen äußern.

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Punkte sammeln für Bill Gates

Die gemessen an Einlagen größte Privat-Stiftung der Welt, die Bill & Melinda Gates Foundation, hat ein innovatives Social Media Kampagnensystem entwickelt. Auf ihrem Blog „impatientoptimists.org“ können sich „Begünstigte, Partner, Führungspersonen und Mitarbeiter“ anmelden, um anderen Menschen in der Welt zu helfen „ein gesundes und produktives Leben zu führen“. Die Initiative richtet sich vor allem an diejenigen, die viel im Netz unterwegs sind und sich mit innovativen, digitalen und technologischen Lösungen auseinander setzen. Die deutsche Abteilung hat mit dem 1. November ihre Arbeit aufgenommen.

Die Stiftung lockt mit dem Angebot Teil einer „Community digitaler Vorreiter in Deutschland“ zu werden, die sich mit den Zielen der Gates Foundation, „internationale Entwicklung und Gesundheit sowie digitale Innovationen“, beschäftigen und online Lösungen brainstormen und multiplizieren. Teilt man Schlagwörter auf Twitter, Facebook oder LinkedIn bekommt man Punkte auf sein Konto gut geschrieben. Hat man genügend Punkte gesammelt, so kann man – als derzeit ultimatives Ziel – nächste Woche Bill Gates in Berlin bei einer Diskussionsveranstaltung zur Verbesserung der Lebenssituationen der Menschen in Entwicklungsländern durch Innovation und Technologie sehen.

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Die Deutschen im Netz und auf sozialen Netzwerken

Drei Viertel der Deutschen nutzen das Internet, zwei Drittel der Internetnutzer sind in sozialen Netzwerken aktiv, wobei die Hälfte der Nutzer mobil zugreift. Das sind die Ergebnisse zweier Umfragen des Verbandes der IKT-Branche BITKOM.

Die erste Umfrage zur Internetznutzung ergab, dass 75 Prozent der Deutschen das Internet nutzen, wobei das Internet von Jüngeren drei Mal häufiger genutzt wird als von Älteren. Außerdem gibt es Unterschiede bei der Bildung: Deutlich mehr Abiturienten (84%) nutzen das Internet, als Absolventen mit Real- (77%) oder Haupt- und Volkschulabschluss (65%).

„Die Zahl der Internetnutzer wird in den kommenden Jahren in Deutschland kontinuierlich steigen und sich der 100 Prozent Marke annähern“, so BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf.

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EXPERT OPINION

Anatol Itten, Lillemor Ullrich: Was wir Deutschen nicht exportieren sollten: Unsere Streitkultur

Stuttgart 21 und Altpolitiker Heiner Geißler sind häufig genannte Assoziationen, wenn man Passanten über Mediation in Deutschland befragt. Während Baden-Württembergs früherer Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) sicherlich viel falsch gemacht hat, als es um sein politisches Überleben ging, erhielt er für seine Entscheidung, Heiner Geißler als Vermittler zwischen Befürwortern und Gegnern des Bahnprojekts Stuttgart 21 zu engagieren, große öffentliche Zustimmung. Zu Recht?

Medial machte Geißler eine gute Figur – mehr jedoch nicht. Seine Verhandlungen zur Umsetzung des unterirdischen Bahnhofs waren alles andere als ein professionelles Mediationsverfahren. Das lag vor allem daran, dass der altgediente Christdemokrat Geißler zwar ein political animal, aber kein ausgebildeter Mediator ist. Vielleicht hätte sich Mappus lieber den Rat von einem Professor für Umweltplanung einholen sollen. Horst Zillessen ist einer der ersten und erfahrensten Mediatoren für öffentliche Konflikte im deutschsprachigen Raum. Mit dem erfolgreichen Mediationsverfahren rund um die Sanierung des Berliner Landwehrkanals zog sein Büro Anfang des Jahres die Aufmerksamkeit der Presse auf sich.

Anders als bei Stuttgart 21 wurden Bürger, Bezirke, Umweltverbände und weitere gesellschaftliche Gruppierungen in das Verfahren eingebunden. Der Unterschied: Das Verfahren nahm zwar einige Zeit in Anspruch, dafür konnte die von den involvierten Parteien erarbeitete Lösung jedoch über 100 Millionen Euro gegenüber der ursprünglich geplanten Sanierung einsparen. Willkommener Nebeneffekt: Die Bürger fühlten sich von der Landespolitik ernst genommen und werden weiterhin in die Umsetzung der Sanierung eingebunden. In Stuttgart hingegen wurde der Konflikt durch einen Schlichterspruch zwar entschärft und verschwand durch die Volksabstimmung erst einmal von der Bildfläche – aus der Welt ist er aber bis heute nicht.

Zur expert opinion

 

Neuerscheinung

Die Bundestagswahl nachlesen: 3 Monate Wahlkampf-Beobachtungen von Experten aus PR- und Public Affairs, Parteien und Wissenschaft ein reichhaltiger Wissens- und Meinungsschatz. Von Energiewende bis Netzpolitik, Verbraucherschutz bis Internationale Beziehungen, und natürlich Beobachtungen zum Online-Wahlkampf, Methoden und Tools. Dieses Buch bündelt alles nachlesenswerte zur #BTW13. Seit 2008 beobachtet wahl.de die Online-Aktivität von Parteien und Politikern, Kandidaten und Mandatsträgern. Täglich zeigt die Plattform die aktivsten und erfolgreichsten Akteure, analysieren Themen und Beziehungen und werten aus, wo Aktivität überhaupt stattfindet.

Zum Buch


HAUPTSTADT-AGENDA


in Kooperation mit dem Berliner Termindienst

18.11. Verleihung des Berliner Umweltpreises 2013

19.11. Wahlkreis Welcome Party

25.11. 11. Politikkongress des Magazins politik&kommunikation

25.11. Verleihung des Politikawards für politische Kommunikation

28.11. Postfest 2013

29.11. Bundespresseball 2013

HINWEIS: Sie können unseren Kalender übrigens auch abonnieren und damit alle Termine stets aktualisiert in Ihrem Outlook- oder iCal-Kalender anzeigen lassen.

Details und weitere Termine

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.

polisphere e.V.
Friedrichstr. 60
10117 Berlin

030. 20 45 41 -20 (Tel.) -21 (Fax)

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Geschäftsführende Vorsitzende und ViSdP: Sandra Busch-Janser

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polisphere – think tank for political consulting

Explora, Publica, Communica – ist Auftrag und Leitmotiv: polisphere erforscht die politische Sphäre, publiziert das Wissen der Branche und bringt die Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. 1999 als Netzwerk etabliert, bietet polishere mit verschiedenen Veranstaltungsformaten ein Forum für den Austausch von Ideen, ein auf Politik und Beratung spezialisiertes Verlagsprogramm sowie wissenschaftlich fundierte Forschung und branchenbezogene Recherchen. Praxis- aber nicht Profit-orientiert liefert polisphere Impulse und Denkanstöße für die Beratungsbereiche Public Affairs, Public Policy, Public Sector und Public Campaigning.

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